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Kleidung selbst nähen hat einige Vorteile

Ist die passende Kleidung nicht im Kleiderschrank zu finden, dann ist es möglich, diese mit ein wenig Geschick und dem richtigen Arbeitsmaterial selbst zu nähen. Das Ergebnis: ein maßgeschneidertes Unikat und ganz ohne Designer-Preis. Allerdings ist das bei weitem nicht alles, denn wer beginnt, selbst seine Kleidung zu nähen, der erhält automatisch einige Erkenntnisse.

Kleidung selbst designen

Jede Hobbyschneiderin, die sich zum ersten Mal daran wagt, bspw. ein Kleid zu nähen, die sollte sich mit einem einfachen Modell an die Materie herantasten. Für den Anfang sind die schlichten, geraden Schnitte, ohne Rüschen, Volants, Abnäher und Raffung am besten geeignet. Mit einem ungewöhnlichen Muster und ausgefallenen Stoff von Stoff4You lässt sich dennoch ein tolles Designer-Teil selbst anfertigen.

Wer kein Schnittmuster nutzen möchte, der kann auch alte Hosen, T-Shirts, Hemden oder andere ausrangierte Kleidung nutzen, um diese mit Fantasie und Experimentierfreudigkeit in lässige Key Pieces umzuwandeln.

Sicherlich wird schnell klar, dass es um einiges teurer ist, seine Kleidung selbst herzustellen, denn schließlich muss zuerst die Grundausstattung angeschafft werden: Nähmaschine, Zubehör, Garne und dann kommen die Schnittmuster und Stoffe dazu. Zu Beginn ist das teurer, als sich in der City bei irgendeiner Modekette von Kopf bis Fuß einzukleiden, besonders wenn die Arbeitszeit einberechnet wird.

Gekaufte Kleidung – 90 % stammt aus Billiglohnländern

Hier stellt sich eine Frage: Warum ist es teurer, Kleidung selbst herzustellen, als diese zu kaufen? Sicherlich ist der Einkauf von Stoffen nicht vergleichbar mit dem einer Modekette. Setzt sich die Hobbyschneiderin an ihre Nähmaschine, dann arbeitet sie nicht durchdacht, wie die Profis, aber dennoch: Eine jede Naht, egal ob die Hobbyschneiderin zuhause oder die Näherinnen in einer der Fabriken in Asien, wird von Hand genäht.

In diesem Bezug muss ein jeder sich einmal folgendes vor Augen führen: Wie ist es möglich, dass ein schickes Sommerkleid 15 Euro kosten kann, wenn es aus mehr als 10 einzelnen Teilen besteht und entsprechend aufwendig produziert wird? Hier wird schnell eines klar: Das funktioniert nur auf Kosten von anderen.

Die Statistik zeigt auf, dass die wichtigsten Herkunftsländer für die Bekleidungsimporte nach Deutschland nach Einfuhrwert im Jahr 2018 China und Bangladesch, mit einem Einfuhrwert von rund 8,1 Millionen Euro bzw. circa 5,5 Millionen Euro waren. Das zeigt auf, dass rund 90 % der Kleidungsstücke, die in Deutschland gekauft werden, aus dem Ausland stammen und in Billiglohnländern hergestellt sind. In diesen wird wenig bis gar keine Rücksicht auf Umweltstandards genommen und ebenso wenig auf Arbeiterschutz und eine menschenwürdige Bezahlung.

Oftmals schlecht verarbeitet und von minderer Qualität

Was ergibt sich noch, wenn Kleidung selbst genäht wird? Die meisten kennen es: Bisweilen sind die Kleidungsstücke sehr schlecht verarbeitet und mit der berühmten „Heißen Nadel“ genäht. Das bedeutet, die Nähte sind schlecht verarbeitet und öffnen sich bisweilen schnell, sodass die Teile bei den ersten Wäsche „auseinanderfallen“.

Ein jeder der selbst seine Kleidung näht, der weiß, wie eine gute Naht auszusehen hat und beginnt damit, sich über schlecht verarbeitete Nähte, lose genähte Knöpfe oder einmal ins Knopfloch stecken und abreißen sowie verschnittene Shirts zu ärgern. Diese Produktionsfehler wären zu vermeiden, wenn bei der Produktion ebenso auf die Qualität geachtet würde wie bei der Gewinnmaximierung.

Dazu kommt, dass die sogenannten Fast-Fashion-Ketten nicht mehr saisonale Kleidung kennen, sondern von ihnen wird mindestens einmal in der Woche eine neue Kollektion vorgestellt. Natürlich muss diese verkauft werden und das bedeutet, dass das Interesse der Kunden geweckt werden muss, damit die Kollektionen von ihnen gekauft werden.

Kleidung selbst nähen: mit einem großen Zeitaufwand verbunden

Ohne Frage ist ein großer Zeitfaktor involviert, wenn ein Kleidungsstück selbst genäht wird. So kann es schon einmal Wochen oder Monate dauern, um bspw. einen Pullover zu stricken, wenn sich eine zu große Hitze oder die Faulheit einstellt. Bevor es daran geht einen Pullover zu stricken, sollte sich jeder vorab eine Frage beantworten: Lohnt sich der Aufwand? Steht mit das oder nicht? Denn schließlich möchte niemand viel Zeit und Arbeit investieren, für etwas, dass ihm an Ende nicht gefällt bzw. steht.

Wenn es darum geht, neue Kleidung anzuschaffen, sollte intensiv darüber nachgedacht werden. Kann das neue It-Piece selbst hergestellt werden oder ist es notwendig ein irreparables Stück zu ersetzen? Wird das Kleidungsstück dringend benötigt?

Wer nicht in der Lage ist, seine Kleidung selbst herzustellen, der sollte versuchen auf Textilien zurückzugreifen, die gut verarbeitet und möglichst aus einer fairen Herstellung stammen. Sicherlich ist diese Bekleidung teurer, doch das ist kein Problem, denn in der Regel wird weniger gekauft, da bspw. ein Kleid dass 5-fach teurer ist als das aus Bangladesch besser verarbeitet ist und entsprechend länger hält.

Kleidung selbst herstellen macht Spaß

Der Beginn Kleidung selbst herzustellen kann einfach starten: Dabei kann es sich um ein simples Oberteil handeln oder um einen schicken Schal für den Winter. Oder warum nicht aus einer alten Jeans etwas Neues machen? Das Tolle daran, Kleidung selbst herzustellen ist, dass es kreativ ist und Spaß macht. Ist das erste Kleidungsstück fertig, kommt Stolz auf, wenn es perfekt ist.

Kleidung selbst nähen benötigt Ehrgeiz, gewisses Talent, Ressourcen und Zeit, aber es lohnt sich!

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