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Fair-Trade Mode: Von Kenia auf die Laufstege der Welt

In einem Slum in Nairobi ist Lucy aufgewachsen. Mit 16 Jahren arbeitet sie als Prostituierte, sie bekommt drei Kinder. Als ihre Schwester an Aids stirbt, nimmt sie deren Sohn auf. Lucy, arbeitet für die gemeinnützige Initiative Ethical Fashion: „Ich bin eine allein erziehende Mutter mit vier Kindern. Bevor ich angefangen habe, mit Ethical Fashion zusammenzuarbeiten, konnten meine Kinder keine Ausbildung machen, aber jetzt geht das und ich kann sie mit allem versorgen, was sie brauchen.“

Die Initiative geht zurück auf die Vereinten Nationen und die Welthandelsorganisation. Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, sollen über die Initiative Kontakte zu Modehäusern und Großhändlern zu knüpfen. Das Motto ‚Keine Almosen, einfach Arbeit‘ erinnert daran, dass alle davon profitieren sollen.  Arancha González vom International Trade Centre sagt dazu: „Handel, wirtschaftliche Aktivitäten, Märkte können auch mit menschlicher Entwicklung verknüpft werden, mit der wirtschaftlichen Weiterentwicklung von Frauen, mit der Bekämpfung von Armut.“ Das hat die Modeindustrie verstanden. Für die Mode-Designer, die in diesem Projekt mitarbeiten.

Für Vivienne Westwood, Stella McCartney, Max Mara, Stella Jean, Marni, Osklen, Arrows ist das eine wirtschaftliche Aktivität. „Mehr als 5000 Frauen machen mit, 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Sie sind vor allem aus benachteiligten Gegenden. Sie lernen nähen und werden bei der Produktion von Modeartikeln unterstützt. “ Simone Cipriani von der Initiative Ethical Fashion fasst die Idee zusammen: „Wie reden über verantwortliche Mode, als ob es ein Teil der Mode wäre, ist es aber nicht. In ein paar Jahren wird Mode so sein. Das ist wie mit den Elektroautos. Es ist nicht das Auto der Gegenwart, aber das der Zukunft.“

Mittlerweile gibt es ähnliche Projekte auch in anderen Ländern wie Burkina Faso, Ghana und in Haiti.

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