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Ein Leben ohne Schuhe – einfach unvorstellbar?

Schuhe sind heute mehr als nur ein nützliches Kleidungsstück. Im Laufe der Zeit haben sie sich zu einem modischen Statement entwickelt und erzählen viel über ihren Träger. Die heute Gesellschaft ist voller Individualisten und somit kommt es auf jedes Detail an.

Es ist schwer vorstellbar: Ein Leben ohne Schuhe. Denn barfuß durch die Straßen zu gehen, kann zu einer schmerzhaften Erfahrung werden, da überall Gefahren in Form von Kieselsteinen, Glasscherben, Zigarettenstummeln und anderen Dingen auf dem Boden tummeln. Wer barfuß gehen würde, der müsste mit Schnittwunden an den Fersen und verfrorenen Zehen oder Brandblasen, je nach Jahreszeit dealen müssen.

Der Schuh schützt den Fuß damit vor Verletzungen und den Schmutz der Straßen, denn der „Unrat“ tritt sich im Profil der Sohlen fest und frisst sich ins Leder. Somit sind es diese zweckmäßigen Dinge, die den Schuh unentbehrlich und zugleich zu einer Dreckschleuder machen – praktisch, aber dennoch unrein. Daher stehen Schuhe im arabischen Raum für Verachtung.

Von der militärischen Fußbekleidung zum Mode Statement

Um 12.000 v. Chr. dürften die ersten Abdrücke von Schuhsohlen entstanden sein. Auf Felszeichnungen, die in dieser Zeit entstanden sind, zeigen sich Füße, die in Stiefel aus Fell und Leder gekleidet sind. Im Kriegsfall können Schuhe sogar über Sieg und Niederlage entscheiden. Ein Beispiel ist Napoleon, der seinen Siegeszug in Europa den bequemen und weichen Stiefeln seiner Truppen zu verdanken hatte.

Ein Schuh sollte perfekt passen und bequem sein. Heute wird in den Städten klar, dass hier keine Kriege gewonnen werden. Die Damen balancieren in oft viel zu engen, spitzen und hochhackigen Pumps über das Kopfsteinpflaster und die Herren umtanzen in ihren Leinenschuhen die Pfützen. Für einige wäre es wahrscheinlich eine Erleichterung, barfuß den Weg fortzusetzen.

Bei den Schuhen handelt es sich heute um ein Statement, einen Ausdruck der Persönlichkeit. Dies ist ein wahrer Triumph für die Schuhe, an denen der Staub der Straße klebt. Es kommt nicht darauf an, ob das Leder weich ist, die Form perfekt an den Fuß angepasst oder das Futter warm ist. Die Hauptsache ist, dass der Schuh vom Äußeren zu dem passt, was sein Träger gerade fühlt bzw. was er ist bzw. sein will. Dabei wird stetig darauf geachtet, dass das Schuhwerk gepflegt wird, denn schließlich ist es das i-Tüpfelchen des eigenen Erscheinungsbildes – auch wenn das Schuhe putzen für viele eine unliebsame Pflicht ist.

Lässig, chic, Freiheit & Rebellion

Selbst im 14. und 15. Jahrhundert war es so, dass der Schuh etwas über seinen Träger aussagte, wie bspw. der Schnabelschuh. Dieser Schuh mit seiner langen Spitze, deren Ausmaße etwas über die Macht des Trägers aussagten, wurden sicherlich nicht aufgrund des Komforts getragen. Die beliebten Sockelschuhe, die in Venedig des 16. Jahrhunderts „in“ und bis zu 40 Zentimeter hoch waren, machten das Gehen für die Damen ohne Stütze fast unmöglich.

Heute geht es um weitaus mehr, auch wenn Schuhe damals vor allem ein Ausdruck der sozialen Stellung waren. Schuhe sind nicht nur ein Status-Symbol, sondern sie stellen auch das Lebensgefühl, die Charaktereigenschaften, den Musikgeschmack und sogar das Hobby zur Schau. Selbst die Bedeutung der einzelnen Modelle ist vielschichtiger, wobei es in diesem Bezug auf die Feinheiten und die Kombination mit dem restlichen Outfit ankommt.

Ein Beispiel dafür ist der einfache Sportschuh, der in den vergangenen 70 Jahren je nach Träger und Outfit viel mehr aussagte als nur sportiven Ehrgeiz. Die einfache Kreation, des Basketballschuhs Converse Chucks All Stars beispielsweise. Dieser wurde zum Inbegriff von Schick, Lässigkeit und Rebellion. Selbst James Dean trug den Schuh, der aus Leinen, Gummisohle und Metallnieten bestand und die Chefredakteurin der französischen Vogue Carine Roitfeld hatte zur Modewoche in Paris ein goldenes Paar an ihren Füssen. Selbst die Präsidentengattin Michelle Obama wurde mit einem Paar „Chucks“ an ihren Füssen gesichtet.

Hauptsache viele Schuhe im Schrank

Seit dem Beginn der industriellen Fertigung Mitte des 19. Jahrhunderts ist fast jedes Statement an den Füssen für jeden Geldbeutel zu haben. Es gibt mittlerweile Schuh-Discounter, die seit rund 100 Jahren Schuhe herstellen und diese für Preise von durchschnittlich 20 Euro verkaufen.

Aber auch einige der Sportschuh-Hersteller machen sich den Wunsch nach Individualität in Zeiten der Massenware mittlerweile zu Nutze. Sie bieten ihren Kunden online an, die Sportschuhe selbst zu gestalten, wie bspw. mit neonfarbigen Sohlen, farbigen schafften und Innenfutter, um so die eigene Identität zur Schau zu stellen.

Selbst dann, wenn die Schuhe ausgelatscht, das Leder verschlissen und die Sohlen zerfetzt sind, trägt so mancher seinen Schuh noch ganz bewusst am Fuß. Denn Schuhe erzählen auch Geschichten. Das ist für viele wichtiger als der Schutz vor Dreck, Verletzungen und Kälte. Und sogar so wichtig, dass sie zum Kunstwerk werden und das in Form von „Schuhbäumen“. Diese sind in Berlin, München, Konstanz und Köln zu bewundern. An ihren Ästen hängen verschlissene und an den Schnürsenkeln zusammengebundene Schuhe.

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