Tim Labenda – neue Frühjahr / Sommer Kollektion 2016

WanderlustDer Alltag in Großstädten ist hektisch und Grau. Sich im heutigen Getümmel aus den Massen durch individuell hervorzuheben ist schwierig bis unmöglich. Das der allgemeine Look der Generation Y sehr trist und einseitig ist, findet auch der deutsche Designer Tim Labenda. Mit seiner neuen Frühjahrs und Sommer Kollektion will er das Jahr 2016 mit innovativen, naturverbundenen Looks beschenken, die überraschend nah am Leben des Designers selbst entstanden.

Die Gedanken hinter „Wanderlust“

Die neue Kollektion soll den Namen „Wanderlust“ tragen. Labenda selbst beschreibt seine neuste Kreation als Weiterentwicklung seines jüngsten Kindes, der „Into the Wild“ Kollektion. Diese Kollektion erfrischte die letzte Saison von Herbst 2015 bis Winter 2016 mit naturnahen Designs, die im Kontrast zur fortschreitenden Technisierung des Alltags stehen sollten. Diese belebenden Kreationen wurden nun, durch die eigenen Erfahrungen des Künstlers revolutioniert. Aufgrund seiner Arbeitssituation sah sich der Künstler im letzten Jahr dazu gezwungen regelmäßig zwischen Frankfurt und Berlin hin und her zu pendeln. Auf seinen häufigen und langen Zugreisen entstanden viele seiner neuen Werke. Der Name „Wanderlust“ beschreibt die Quelle der Inspiration und liegt quasi auf der Hand.

Die Gedanken des jungen Designers gelten hauptsächlich der sogenannten Generation Y, die mit den Möglichkeiten und Hindernissen der heutigen Technologie aufgewachsen ist. Er kritisiert den Zustand der ständigen Bewegung, beschreibt ihn als rastlos und bedauert, dass keiner mehr irgendwo wirklich ankommt. Diese Generation lebt, wie er sagt; „immer mehr in möblierten Wohnungen.“ Dieser Zustand äußert sich auch in der Mode der Großstädte.

Mit der deutschen Marke Hess Natur zusammen engagiert sich Labenda für die Nachhaltigkeit in der Modeszene und bringt dieses Streben, nach naturverbundenem Handeln auch in seinen Designs zum Ausdruck.

Merkmale der neuen „Wanderlust“ Kollektion sind zum einen die auffälligen, aufgesetzten Taschen, an allen Kleidungsstücken. Trotz ihrer überdimensionalen Optik verleiht er den Blasebalg-Taschen eine strenge Statik, die durch gerade, geradezu geometrische Schnitte erzeugt wird.

Kontrastierend zu diesem akkuraten Aspekt setzt Labenda gezielt die gerafften, mehrlagigen, gewickelten Elemente am Stoff ein. Dieses Gleichgewicht aus gerade und chaotisch, dünn und breit, weich und hart ist die Idee, die der Künstler zwar nicht neu erfindet, aber doch neu in Szene setzt.

Ganz unter dem Motto „Wanderlust“ lässt Labenda mit sperrigen Stoffen und natürlichen Blau- und Beige-Tönen aus dem klischeehaften Bild der Nomaden-Kultur mit einfließen. Das Ergebnis wirkt jedoch keineswegs billig, sondern punktet mit schlichter Genialität.

Der Designer hinter „Wanderlust“

Auch wenn der deutsche Modedesigner Tim Labenda für seine extravagante Männermode bekannt ist, widmet er sich seit einigen Jahren auch der Mode für die Damenwelt. Seine Kollektionen erreichen durch die Kombination aus Klassik in Schnitt und Technik, sowie moderner, innovativer Haltung Einzigartigkeit und schaffen es auf die großen Laufstege. Nach dem der heute in Berlin lebende Designer eine Ausbildung zum Herrenschneider bei Hugo Boss absolviert hatte, widmete er sich einem Modestudium in Pforzheim und einem weiterführenden Semester in Halifax, Kanada. Bereits 2013 belegte der damals 27 Jährige den 2. Platz beim European Fashion Award und er durfte bis her viermal seine Kollektionen im Vogue Salon präsentieren.

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